Echtzeit

Echtzeit ist ein Begriff aus der Informationstechnik (IT) und bedeutet, dass ein Prozess zu einem vorher bestimmten Zeitpunkt beendet sein muss. So muss ein Echtzeit-Prozess immer zwei Voraussetzungen erfüllen: Einerseits muss der Prozess korrekt durchgeführt werden, andererseits muss der Prozess, wie gesagt, zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein. Systeme, die in Echtzeit arbeiten, haben daher genug Kapazität um mit allen eingehenden Anfragen in Echtzeit fertig zu werden und sollte diese vorausgesetzte Zeitspanne immer wiederholt werden, so wird von einer Taktrate gesprochen.

Zusätzlich kann noch zwischen einer „weichen“ und einer „harten“ Echtzeit unterschieden werden. Wird bei einem weichen Echtzeit-Prozess dieser korrekt durchgeführt, aber der Zeitrahmen nicht eingehalten, so ist das Resultat noch (mit Einschränkungen) zu gebrauchen. Ein Beispiel hierfür wären viele Prozesse innerhalb eines Computers; Sollte hier die Echtzeit nicht eingehalten werden, so stottert oder ruckelt dieser, verrichtet jedoch weiterhin seine Arbeit. Liegt im Gegensatz dazu bei der harten Echtzeit das Ergebnis nicht in der vorgegebenen Zeitspanne vor, so ist das Resultat selbst nicht zu gebrauchen oder gar schädlich. Das Beispiel hier sind die Regler in unseren Isolatoren; Wenn der Regler nicht in Echtzeit arbeiten würde, so wäre das Funktionsprinzip unserer Isolatoren gestört.

Heutzutage wird der Begriff Echtzeit im allgemeinen Sprachgebrauch mit „gleichzeitig“ oder „simultan“ gleichgesetzt, was jedoch der ursprünglichen Bedeutung nicht entspricht.

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